Wie Du Dinge absagst: If it’s not a hell yes, it’s NO

(Lesezeit: ca. 1,5 Min)

Hey,

es sind nicht die Dinge zu denen Du “Ja” sagst, die wichtig sind für deinen Erfolg, sondern die Dinge zu denen Du “Nein” sagst.

Backstory

Als unsere ersten Start-Ups NEONSPLASH®ZOMBIE RUN® und City Slide® anfingen wirklich schnell zu wachsen, haben wir alles angenommen was rein kam. Jede neue Stadt, jede Anfrage, jede Möglichkeit Umsatz zu generieren war eine klare Zusage.

Die Verarbeitung dieser Zusagen wurde immer erst später relevant und für den Augenblick war der Fokus allein auf der Wachstumskurve, nicht auf der Umsetzungspräzision. 

Craziness

Immer mehr Druck auf dem Team und immer wachsende To-Do Listen führten sehr schnell zu operativer Überforderung und strukturellen Defiziten. Das zeitliche Investment in die Korrektur dieser Fehler, fehlte bei der Optimierung der bestehenden Systeme.

Symptome vs. Lösungen 

Wenn der Benzintank tropft, kann man das Symptom bekämpfen indem man immer wieder nachtankt. Das Problem richtig zu lösen, wäre das Loch zu stopfen!

Als der Druck auf unser Team größer wurde, haben wir zunächst die Symptome bekämpft:

  • Mehr Angestellte
  • Mehr Kosten
  • Mehr investierte Zeit

Probleme lösen 

Das tatsächliche Problem hätte schon viel früher gelöst werden können: Nicht alles annehmen! 

Hier sind meine 4 effektivsten Strategien um Dinge abzusagen: 

1. Erst absagen (ggf. später zusagen) 

Derek Sivers hat den Satz “If it’s not a hell yes, it’s a NO” verbreitet. Sobald etwas für mich nicht ein eindeutiges “hell yes” ist, sage Ich immer erst mal ab. “Sorry, Ich kann nicht! Falls doch, sage ich bescheid, thanks!” – Die Tür bleibt einen Spalt offen und Ich bin in Kontrolle. Wenn ich doch zusagen möchte, ist es eine angenehme Überraschung. Andersrum ist es schwierig: Erst zugesagt, später doch abgesagt, ist immer unverbindlich und unprofessionell.

2. Zeitreise 

Mit der potentiellen Zusage gedanklich in die Zukunft bis zum Zeitpunkt der Umsetzung zu reisen, hilft mir dabei zu verstehen ob ich nicht nur im Augenblick dazu bereit bin ein verbindliches Commitment einzugehen, sondern das Projekt auch tatsächlich durchziehen will (inkl. aller Implikationen, Anreise, Abreise, Vorbereitung etc.).

3. Ehrlichkeit/Klarheit/Respekt  

Ehrliche, freundliche Klarheit wie: “Nein, aber trotzdem danke!” spart Zeit und Bandbreite. Schwache Aussagen wie: “Ich denke mal drüber nach, vielleicht…!” sind nur eine Problemverlagerung. Die Zusage kostet nicht nur Zeit, sondern auch fehlende kreative Arbeit an deinen wichtigsten Projekten.

4. Medium 

Ich nutze immer ein Medium, was die Neutralität der Absage unterstützt. SMS oder Email sind meine Favoriten um sachlicher bleiben zu können, als in einem Telefonat, weil es keine direkte Diskussion gibt.

5. Bilanz der Schuldgefühle (BONUS)

Niemand hat mir beigebracht öfter “Nein” zu sagen als “Ja”. “Nein” ist eine Ausnahme. Die Antwort auf Drogen und Illegalität. Alles andere scheint ein “Ja” zu verdienen, um nicht unfreundlich zu sein. Die Reue über eine falsche Zusage ist allerdings immer größer als die potentiell wahrgenommene Unfreundlichkeit einer Absage. Menschen respektieren Klarheit!

In der Hoffnung dir bei dem Schutz deiner Zeit und der Arbeit an deinen wichtigsten, kreativen Projekten eine Hilfe gewesen zu sein, wünsche Ich dir nur das Beste und danke dir für dein Interesse!

All the best, stay inspired!

Dein Fan, matthew 🙂

2 thoughts on “Wie Du Dinge absagst: If it’s not a hell yes, it’s NO

  1. Mario says:

    Nein! Das wichtigste Wort des Lebens und eines der schwierigsten.

    Ein Nein ist ein klares Ja zu sich selbst, seiner Freizeit, Freiheit und der eigenen Persönlichkeit.

    1. Matthew Mockridge says:

      Super Input, vielen Dank!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *