Das System hinter meinem Buch: Wie Du noch dieses Jahr einen Bestseller schreiben kannst

(Lesezeit: ca. 4,5 Minuten)

Hey,

es gibt sie wirklich: Mechanismen die Du nutzen kannst um den Erfolg deiner Buchveröffentlichung positiv zu beeinflussen ohne dabei viele Kosten zu haben oder Zeit zu verlieren.

Definition Bestseller

In Deutschland gibt es zur Messung des kommerziellen Erfolges von Büchern, verschiedene Bestsellerlisten und Rankings sowie interne Amazon Verkaufsränge.

SPIEGEL Besteller

Der heilige Gral ist die monatliche Bestsellerliste der Zeitschrift SPIEGEL. Schafft es ein Buch in diese Liste, gilt es in Deutschland als offizieller Bestseller. Für Wirtschaftsbücher gibt es hier eine Kooperation mit dem Manager Magazin.

Die genaue Zusammensetzung der Zählung ist unbekannt, setzt sich aber scheinbar aus geheimen, stichprobenartig gezogenen Verkaufszahlen im physischen Buchhandel und einem bestimmten % Amazon Verkäufen zusammen.

Amazon Bestseller

Amazon Besteller Bücher sind lediglich in einer bestimmten Amazon Kategorie als Verkaufsrang #1 gelistet, konkurrieren aber nur mit den anderen Büchern in der Kategorie, nicht dem gesamten Markt. Darüber hinaus gibt es die Amazon Top 100 Bücher, die Bestseller aller bei Amazon gelisteten Bücher aller Kategorien.

Die Systeme hinter meinem Buch: Die 7 effektivsten Strategien 

Gute Systeme sind unbesiegbar: 7 Strategien die mein erstes Buch in Rekordzeit zum Wirtschaftsbuch Bestseller und seit VÖ Termin ungeschlagenem Amazon Besteller gemacht haben.

1. Veröffentlichungsdatum

Die großen Deutschen Verlagshäuser veröffentlichen die meisten wichtigen Buchprojekte zu einer der beiden wichtigsten Buchmessen.

  • Leipziger Buchmesse: März
  • Frankfurter Buchmesse: Oktober

Die meisten Erscheinungstermine konzentrieren sich also auf einen ähnlichen Zeitpunkt und stehen alle gleichzeitig an der Startlinie.

Um aus dieser Beobachtung einen strategischen Vorteil zu generieren, habe ich meinen Verlag gebeten, das Erscheinungsdatum meines Buches 14 Tage vor die Leipziger Buchmesse zu legen (VÖ 15.2.2016).

Momentum

Während alle anderen Bücher gleichzeitig im März 2016 von 0 gestartet sind und um limitierte Auslagefläche im Buchhandel, Presse und Aufmerksamkeit kämpfen mussten, war mein Buch schon seit 2 Wochen in allen Regalen und alleine, konkurrenzlos und mit der Flugbahn einer steilen, 3-monatigen Launchrampe im Rücken, wie eine unaufhaltsame Lawine im Markt positioniert.

2. Titelauswahl 

Die Auswahl des Titels hatte 2 übergeordnete Ziele, die wir dem Leser auf einen Blick kommunizieren wollten:

  1. Was bekommen Ich?
  2. Wie soll das gehen?

Titel

Ich habe das Buch für den Leser geschrieben, nicht für mich. „Dein nächstes großes Ding“ fokussiert schon im ersten Wort den Star unserer Verabredung: Dein Ding, nicht mein Ding.

Sofort wird deutlich, dass ein klar definierter Wertetransfer stattfindet. Das „große Ding“ ist außerdem auf alles übertragbar und für jeden relevant.

Untertitel

Der Untertitel beantwortet die Frage nach dem: „Wie“ und erklärt den Weg zum Ziel durch die Fähigkeit „Gute Ideen aus dem Nichts entwickeln“ zu können.

Der Titel wurde mehrfach getestet und aus verschiedenen Denkperspektiven und von potentiellen Käufern durchleuchtet. Er setzte sich sehr klar gegen Alternativen durch wie: NEXT BIG THING, NEXT GENERATION IDEAS usw.

Weiterer wichtiger Punkt war die Klarheit des Titels für den Handel. Jeder Buchhändler jeden Alters musste ohne mich und den Inhalt zu kennen, sofort wissen worum es geht um das Buch richtig und wirksam im Laden zu platzieren.

3. Coverdesign

Das richtige Coverdesign sollte eine maximierte Pick-Up Rate im Buchhandel und eine erhöhte Klickrate bei Amazon generieren.

 

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Farbe

Die Kernzielgruppe des Buches war nach unseren Recherchen 18-31 Jahre alt, und so wählten wir bewusst die Kombination der Farben Blau/Rot, um den durch eine “Facebook Neuigkeit” für diese Generation unterbewusst konditionierten Dopamin-Trigger, für eine erhöhte Kaufwahrscheinlichkeit zu nutzen.

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Die Anordnung der Worte „DEIN“ (im roten Kreis) und „NÄCHSTES GROSSES DING“ ist wie eine “Facebook Neuigkeit” gesetzt. Der skizzierte Hintergrund unterstreicht die Analytik der Recherchearbeit zum Buch und erhöht damit die Erwartungshaltung.

4. Preis

Die sehr aufwändige Gestaltung des Buches, die Qualität, Bindung, Farbdrucke, Buchband usw. machten das Buch rein kalkulatorisch recht teuer.

Darüber hinaus verfolge Ich generell zwei Preispsychologische Strategien, die ich aus der Arbeit an meinen Tech Start-Ups übertragen habe:

Cheap is Cheap

Die Preis-Nutzen-Erwartung an mein Buch sollte hoch sein. Der gefühlte Wert günstiger Produkte ist immer niedrig. Mein Produkt teuer zu verkaufen erhöht durch den Sunk-Cost Bias die Wahrscheinlichkeit das es konsumiert wird und Ich den Wert der Inhalte auch tatsächlich transferieren kann. Außerdem erspart es mir Leser, die Ich von vornherein nicht ansprechen wollte, da Kunden die wenig bezahlen wollen, oft auch die meiste Aufmerksamkeit kosten.

Best price is a race to the bottom

Wer auf Basis von niedrigen Preisen konkurrieren möchte und keine Massenware verkauft, hat schon verloren.

5. Influencer

Es ist über 400% wahrscheinlicher ein Produkt zu kaufen, wenn es jemand empfohlen hat, den man kennt, mag und dem man vertraut.

Mein Team hat in der Woche vor VÖ, hunderte Pre-Copy Exemplare des Buches an Friends, Family und Kollegen aus verschiedenen Branchen und Altersklassen geschickt. Viele haben das Buch dann in ihren Sozialen Netzwerken geteilt und einen ganz organischen Hype entwickelt – Thanks again!

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6. Podcast

Meine Podcast Show „Smart Entrepreneur Radio“ hat es mir erlaubt in den 10 Monaten vor dem Erscheinungstermin des Buches, ein Netzwerk aus Multiplikatoren aufzubauen, denen ich in der Show eine Bühne gegeben habe.

Ich habe durch meine Show ihre Projekte gepusht und ihre Geschichten erzählt, und so haben viele der vergangenen Interviewgäste dann auch gerne meinen Buchlaunch unterstützt – give to get!

7. Video Trailer zum Buch

Durch unsere Event Start-Ups NEONSPLASH®, ZOMBIE RUN® und City Slide® ist die Produktion von Trailer Videos für unser Team ein immer wiederkehrender standard Marketing Prozess. Einen Behind-the-Scenes Einblick zur Trailer Produktion, allen Kosten und der zu Grunde liegenden Strategie findest Du hier.

8. Viral Kampagne (BONUS)

Durch die Konzeptionierung einer viralen Zielgruppen Aktivierung, konnten wir die Newsletter Liste zum Buchlaunch exponentiell vergrößern. Für jeden Teilnehmer der 5, 15 oder 30 Freunde per Email oder Facebook zum Launch eingeladen hat, gab es Incentives (u.a die ersten 30 Seiten des Buches, Audiobook, Skype Call mit mir usw).

Wir haben die Kampagne mit dem Upviral Tool umgesetzt.

9. Soft-Sell (BONUS)

Der Redaktionsplan für den Launchzeitraum von 3 Monaten war auf hochwertigen Free-Content aufgebaut. Für jeden Call-to-Action (Check mein Buch, Klick hier, lade deine Freunde ein usw) habe Ich überproportional viel kostenlosen Content geboten, um fair zu bleiben, den Leser zu wertschätzen und die Härte des Marketings abzufedern.

Hier die genau Redaktionsplanung der Launchphase:

  • 1.12.2015: Blog – Ankündigung: Mein erstes Buch
  • 2.12.2015: Podcast – Q&A
  • 4.12.2015: Blog – Eiskalt Duschen
  • 6.12.2015: Podcast – Interview
  • 8.12.2015: Blog – Life in der Start-Up WG
  • 9.12.2015: Podcast – Q&A
  • 11.12.2015: Blog – Dein nächstes großes Ding Experiment: 5 Ideen in 5 Minuten
  • 13.12.2015: Podcast – Interview
  • 15.12.2015: Blog – Kindliche Weisheiten für mehr Glück
  • 16.12.2015: Podcast – Q&A
  • 18.12.2015: Blog – Die perfekte Voicenote
  • 20.12.2015: Podcast – Interview
  • 21.12.2015: Blog – So verdient Matthew Mockridge Geld
  • 23.12.2015: Podcast – Q&A
  • 25.12.2015: Blog – Mit viel beschäftigen Kontakt aufnehmen
  • 27.12.2015: Podcast – Interview
  • 28.12.2015: Blog – 10 Dinge die Ich im Studium nicht gelernt habe
  • 30.12.2015: Podcast – Q&A
  • 31.12.2015: Blog – Erster Eindruck
  • 3.1.2016: Blog – Küchen Hacks
  • 5.1.2016: Blog – Small-Talk
  • 6.1.2016: Podcast – Q&A
  • 7.1.2016: Blog – Günstigsten und schönsten Orte der Welt
  • 9.1.2016: Blog – Situative Aufmerksamkeit
  • 10.1.2016: Podcast – Interview
  • 12.1.2016: Blog – Was ist ein “nächstes großes Ding?”
  • 13.1.2016: Podcast – Q&A
  • 15.1.2016: Blog – Mit Freunden macht man keine Geschäfte
  • 17.1.2016: Podcast – Interview
  • 19.1.2016: Blog – Limitless Pille: Gibt es sie wirklich?
  • 20.1.2016: Podcast – Q&A
  • 21.1.2016: Blog – Sleephacking
  • 23.1.2016: Blog – Die Systeme der Top-DJs
  • 24.1.2016: Podcast – Interview
  • 26.1.2016: Blog – Guestpost
  • 27.1.2016: Podcast – Q&A
  • 29.1.2016: Blog – Mein Kreativ-Prozess
  • 31.1.2016: Podcast – Interview
  • 31.1.2016: Trailer Video Launch
  • 2.2.2016: Blog – Blick ins Inhaltsverzeichnis meines neuen Buches
  • 3.2.2016: Podcast – Q&A
  • 4.2.2016: Blog – 5 Beziehungshacks
  • 7.2.2016: Podcast – Interview zum Buch
  • 10.2.2016: Podcast – Q&A zum Buch
  • 12.2.2016: Blog – Leseprobe
  • 14.2.2016: Facebook Live zum Buch
  • 15.2.2016: LAUNCHDAY

10. Teamwork (BONUS) 

Der Erfolg meines Buches ist der Verdienst meines ganzen Teams und all den großartigen Menschen und Kollegen die mir bei allen Steps dieses Projekten zur Seite standen – Thanks!

Ein Interview mit Ute Flockenhaus, die mich für mein erstes Buch unter Vertrag genommen hat und inzwischen mein Partner in Crime für all meine Buchprojekte ist, findest Du hier. Wir sprechen über das Buchbusiness, alle wichtigen Actionsteps, Learnings, A-Ha Momente und gefährlichsten Fehler für Autoren.

Letzte Gedanken

In der Hoffnung dir bei deinem nächsten Bestseller geholfen zu haben, wünsche ich dir viel Erfolg, Freude und glückliche Leser!

All the best, be great, matthew 🙂

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