Ein Blick in mein persönliches Journal

(Lesezeit: ca. 3 Minunten)

Ja, es stimmt: EIn klares Muster der größten Denker, Unternehmer und Superperformer ist das tägliche Ritual des Tagesbuches.

Ich schreibe seit 3 Jahren jeden Morgen und Abend in mein Journal.

Warum?

1. Performance

Was nicht gemessen wird, wird nicht verbessert.

Schriftlich festzuhalten was Ich verbessern kann, gelernt habe und schaffen möchte/geschafft habe, macht mich zu meinem eigenen Accountability Partner und kreiert eine Aufwärtsspirale praktischer Eigenverantwortung und messbaren, real-world Ergebnissen.

2. Glück

Der Luxus von heute ist der Standard von morgen.

Wenn Du so bist wie Ich, dann gewöhnst Du dich schnell an neue Standards und vergisst die Freude über schöne Dinge, echte Gefühle und spannende Chancen. Die Reflexion über das was grade gut ist, erinnert mich sofort daran, dass ich mich auch grade gut fühlen kann.

3. Klarheit

Gedanken in Schrift zu manifestieren, lädt sie aus dem Gehirn herunter und übertragt sie auf das Papier. Dieser gedankliche Download regelt die Lautstärke des internen Dialoges und schafft Platz für ruhigen Fokus, kreative Denkleistung und echte Entspannung.

4. Wert

Es ist als würde die Zeit jedes Jahr schneller vergehen!

Jedem neuen Tag die Aufmerksamkeit einer kurzen Reflexion und Dokumentation zu schenken, bremst die unermüdliche Geschwindigkeit des Alltages, die aus Tagen, Wochen und aus Monaten, Jahre macht. Ein wertvolles Leben hat es verdient festgehalten zu werden, an jedem einzelnen Tag.

Das System hinter meinem Journal

Untitled design (4)

 

Mein Journaling Prozess basiert auf jahrelangen Iterationen einer 2 Phasen Methode.

Die klare Aufteilung in 2 Phasen, erlaubt mir eine ganz individuelle Ausrichtung meiner Denkwege und führt so, zu ganz verschiedenen Ergebnissen.

Phase 1) Morning Pages

Phase 2) Night Pages

Morning Pages fahren meine Prozessoren gedanklich hoch und konzeptionieren einen Plan für den Tag, während mich die Night Pages eher runterfahren und einen optimierten Schlafzyklus einleiten.

Beispiel: Morning Pages

A

A) Gedanken

Dieser erste Block dient einer kurzen Reflexion über die Freude am neuen Tag und die Chancen die er bietet.

B) Big Points

Ich erarbeite hier eine Art „To-Do Liste“ die aber nicht nur harte Tasks, sondern auch weiche, emotionale Ziele beinhaltet, die Ich an diesem Tag umsetzen möchte (zB.: Lächeln, Helfen, Meditation, Ehrlichkeit, Offenheit usw.)

C) Orientierung

Diese kurze Passage über die wichtigsten Werte mit denen Ich den Tag erleben möchte, ist wie ein emotionaler Leuchtturm, mit dem ich mir selbst die Richtung weise.

D) Morning Questions 

Gute Fragen produzieren wertvolle Antworten. Ich stelle mir jeden Morgen das selbe Fragen-Set und trainiere dabei meinen Blick für die Potentiale jeden neuen Tages.

Heads-Up: Bei Fragen wie “What am I grateful for?” (“Wofür bin Ich dankbar?”) versuche Ich zusätzlich jeden Tag 3 neue Antworten zu generieren, um nicht immer nur die “üblichen” Antworten (Family, Gesundheit etc.) zu nennen. Sicher sind diese Dinge wichtig und Ich bin für sie sehr dankbar, gleichzeitig konditioniert die tägliche Suche nach neuen, schönen Dingen meinen Blick für die Upside in jeder Situation. Ich nutze hierzu auch Geografische Achsen wie “nah”, “fern” etc.

Beispiel: Night Pages

E

E) Learnings

Es ist mein Ziel, jeden Tag etwas Neues zu lernen. Eine neue Erkenntnis, ein A-Ha Moment oder das Ergebnis eines neuen Versuches. Die wichtigste Take-Aways auszuschreiben, konstruiert über die Zeit meine eigene Enzyklopädie.

F) Verbesserungen

Ehrliche Reflexion über persönliche Verbesserungspotentiale, schafft die Treppenstufen der eigenen Weiterentwicklung.

G) Night Questions 

Sehr bewusst gewählte Fragen zu den Höhepunkten und dem Wert des Tages für die Gegenwart und Zukunft, ergeben für mich Zeitachsen, auf denen sich die Reflexion über die Entscheidungen des Tages bewegen können um die wichtigsten Erkenntnisse abzuleiten.

Big Points (Rückschau)

Die Prüfung der morgendlichen Big Points zeigt mir genau in welchen Bereichen ich mich stärker fokussieren sollte.

Durch ein Journal Ziele erreichen und große Projekte dekomponieren

Einzelteile

Es ist immer schon meine Passion gewesen, komplexe Abläufe und umfangreiche Projekte (Start-Up Gründungen, Buchprojekte, Seminarkonzepte, Uni Prüfungen, Fitness Ziele etc.) auf die wichtigsten Action-Steps runter zu brechen, um sie planbar und systematisch umsetzbar zu machen.

66 Tage

Es ist wissenschaftlich belegbar, dass es 66 Tage dauert, neuronale Denkwege neu zu installieren und eine ganz neue Routine durch die Wiederholung gezielter Reize, fest im Alltag zu verankern.

Biochemie

Neuronale Plastizität folgt den täglichen Reizen des präfrontalen Cortex durch das regelmäßige Journaling, und verschaltet die neue Routine so in den Handlungsprozessen, dass sie nach 66 Tagen automatisiert ist (ähnlich wie beim Zähne putzen oder Fahrrad fahren).

Mit meinem neuen 66 Day Journal dein nächstes großes Ziel erreichen

Weil ich bei Seminaren, Coachings oder von den Start-Up Gründern die Ich berate, immer wieder gefragt werde, wie genau ich mein Journal nutze um meine persönlichen und professionellen Ziele zu erreichen, habe ich mich dazu entschieden ein eigenes Journal zu entwickeln.

Mit dem 66 Day Journal kannst Du jetzt die exakten Mechanismen auf dein Leben und Business übertragen, die Ich jeden Tag für mich nutze.

Letzte Gedanken 

In der Hoffnung dir dabei zu helfen, deinen Tagen den Wert zu schenken den sie verdient haben während Du dabei systematisch an der Realisation deiner wichtigsten persönlichen und professionellen Ziele arbeitest, wünsche ich dir nur das Beste!

Danke für dein Interesse!

Stay inspired,

Dein Fan, matthew 🙂

 

 

 

 

 

 

16 thoughts on “Ein Blick in mein persönliches Journal

  1. Alex says:

    Hey Matthew,

    finde es cool ein solchen Einblick in deine Routinen und dein Journal zu bekommen. Vielen Dank dafür.

    Mich würde interessieren, wie du deine Notizen, Gedanken und Ideen organisierst. Hatte mich die letzten Wochen des öfteren schon gefragt, wenn man einige Zeit Ideen und viele andere Notizen sammelt, werden das nach einiger Zeit grosse Mengen an Zielen, Verbesserungsmöglichkeiten, Ideen usw. Wie behälst du da den Überblick?

    Vielen Dank für Deine Antwort!

    Mach weiter so….

    Beste Grüße

    Alex

    1. Matthew Mockridge says:

      Smarte Kommentare, vielen Dank an alle!

  2. Fabian says:

    Hey Matthew,

    geiler Artikel, vielen Dank für den Einblick!
    Ich habe selbst in einer etwas abgespeckteren Version davon, vor einigen Wochen damit angefangen und kann nur bestätigen was du hier beschreibst vor allem im Bezug auf self-improvement.
    Ich werde sicherlich meinen Prozess um die ein oder andere andere weitere Frage erweitert, danke!

  3. Fabian Bentz says:

    Einfach nur: Wow! Was Du lieber Matthew Mockridge jeden Tag raushaust ist einfach der ultimative Wahnsinn. Ich habe Dich vor etwa einem 1/4 Jahr entdeckt und bin jeden Tag einfach nur deeply geflasht. Großartiger Content, großartiger Input und großartig zuzuhören. Danke für alles bis hierhin, ich brenne auf dein 66 Day Journal. Dein Fan, Fabian

    1. Matthew Mockridge says:

      Thanks Brother!

  4. Michel says:

    Hi Matthew,

    super inspirierend, der Einblick in dein Journal.

    Ich habe selbst früher einige Jahre mit Stift auf Papier mein Journal geschrieben. Dann habe ich jedoch gemerkt, dass meine Gedanken irgendwie schneller laufen, als ich schreiben kann. So habe ich 10-Finger-System gelernt und das Schreiben am Notebook hat mir dann wirklich einen Boost gebracht.

    Dennoch erkenne ich in deinem Einblick wieder mal die Einzigartigkeit des Schreibens mit Stift. Hat schon was, die Verbindung von Hand/Stift auf Papier. Und ich denke, nach all den Jahren eines Journals auf dem Notebook werde ich jetzt mal wieder ein Journal schriftlich mit Stift versuchen.

    Danke für den Input. Top!

    Gruß, Michel

    1. Matthew Mockridge says:

      Ohhh, super starker Gedanke, danke!

  5. Frank says:

    Anfangs als “Gewäsch” abgetan, hast du mich mit dem Blogeintrag vollkommen neu fokussiert. “Leuchtturm 1917” gekauft und losgelegt. Für mich persönlich dein bisher bester Blogeintrag. Thank you for that insight 🙂

    1. Matthew Mockridge says:

      Danke, sehr nicer Gedanke!

  6. Karolina says:

    Cooler Artikel. Danke für deinen Einblick in dein Journal. 🙂

    1. Matthew Mockridge says:

      Thanks Brother!

  7. Alex says:

    Sehr, sehr geil, werde ich jetzt so einführen ??
    Eine Frage noch , bei “D”, wie lautet die erste Frage ? ?
    Werde mir auf jeden Fall dein 66 Day Journal kaufen, freue mich schon darauf !
    Danke für diesen Content !

  8. Janis Gatzemeyer says:

    Sehr sehr interessant 🙂

    Ich teste mich gerade ein mein eigenes Journaling ran und konnte durch diesen Beitrag weitere Inspiration sammeln, vielen Dank dafür 🙂

    Ich bin absolut überzeugt davon, dass man durch den Ausdruck von Dankbarkeit für scheinbar “normale” Dinge sein Unterbewusstsein viel zugänglicher für das Hier und Jetzt machen kann und dies auch eine Übung für langfristige Bescheidenheit darstellt.

    Keep Going 🙂

    Liebe Grüße,
    Janis

    1. Matthew Mockridge says:

      Ja Mann, sehr cool!

  9. Hey Matthew,

    danke für den Einblick in Dein persönliches Journal.
    Jeden Tag drei neue Antworten zu generieren ist eine klasse Aufgabe. Ich glaube es war Mary Poppins, die sagte,sie versuche jeden Tag Gedanken zu denken, die vollkommen neu und noch nie gedacht waren.

    Viele Grüße
    Swantje

    1. Matthew Mockridge says:

      Sehr cooler Input, Thanks!

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