7 Elemente meiner Morning Routine

(Lesezeit: ca 6 Minuten. Zu lang? Hier als Audio oder hier als Video) Amigo, ich grüße dich! Sooo simpel, und trotzdem extrem effektiv: Die Muster hinter wirklich produktiven Tagen! Eine klar strukturierte Morgenroutine ist fester Bestandteil vieler Superperformer aus verschiedensten Bereichen.

Leistungssportler, Über-Unternehmer, Künstler und spirituelle Zen-Master schwören auf die Kraft der ersten 60 Minuten des Tages. Die morgendliche Routine ist auch für mich ein fester Bestandteil meines Lebens geworden und positioniert mich perfekt auf der Startlinie meiner produktivsten Tage.

Zum ersten Mal spreche ich über meine ganz eigenen Tagesabläufe!

Es macht mich nervös! Aber ich teile in diesem Artikel genau wie ich jeden Tag starte, weil ich mir erhoffe, damit Menschen zu helfen, produktiver und erfüllter zu leben und zu arbeiten. Heads-Up: Ich bin in keinster Weise perfekt, oder Allwissend, will auch im Internet nicht so tun als wäre es anders.

Im Gegenteil: Ich sehe mich als “work-in-progress”, unfertig und voller Fehler – Fehler die ich machen muss, um mich zu verbessern!

Manche Elemente dieses Artikels sind für mich sehr persönlich, aber es ist mir wichtig, dir alles anzubieten was für mich funktioniert, weil ich weiß wie frustrierend ein „schlechter Tag“ sein kann. Ich habe diese Tage auch!

Wenn du so bist wie ich, dann kennst du diese Gefühle als Resultat eines “schlechten Tages” auch:

  • Ich habe wieder zu wenig geschafft
  • Alle anderen schaffen grade mehr als ich
  • Wo fange ich an? Ich habe den Überblick verloren!
  • Ich habe zu viel Zeit mit sinnlosen Dingen verschwendet
  • Enttäuschung
  • FOMO (fear of missing out) – die Angst nicht dabei zu sein, bei dem was alle anderen grade machen und erleben
  • Ich will niemandem erzählen was abgeht, weil ich doch produktiv wirken möchte

Das Problem:

Einfach in den Tag zu stolpern, ohne Plan und klare Struktur entschärft deine Kanten und macht dich extrem verletzlich. Wie Mario Götze vor dem großen Spiel, geht es bei der Morgenroutine um die mentale und physische Vorbereitung auf das Finalspiel – jeden Tag!

Die Dinge mit denen du deinen Tag beginnst,

kreieren die Laufrichtung für den Rest des Tages,

also perfektioniere deine ersten Schritte.

Hier sind 7 Elemente meiner täglichen Morgenroutine:

Heads-Up: Superperformer sind keine Superhelden! Sie sind normale Menschen, so wie du und ich. Ich habe unzählige Unsicherheiten, Ängste und Momente in denen ich mich Kraft- Hilf- und Kontrolllos fühle. Die Bausteine meiner Morgenroutine sind nicht Teil meines Lebens, weil ich anders bin als du. Sie helfen mir einfach dem unvorhersehbaren Chaos selbständigen Unternehmertums eine Art Struktur zu verleihen. Routine schenkt mir Sicherheit. Wenn alles andere nicht funktioniert, habe ich selbst verankerte Fixpunkte, die mir durch die schweren Tage helfen.

Meine glücklichsten Momente sind das Ergebnis vieler hilfloser Situationen, die den verwirrenden Lösungsraum schließen und Inseln kreieren in einem wilden Ozean aus Herausforderungen (der ersten Welt). Just keep going, egal was passiert!

Es geht nicht um das Ergebnis, sondern um die Person die du auf dem Weg dorthin wirst.

Ich wünsche dir nur das Beste auf jedem Meter deiner Reise! Ich hoffe wirklich, dass ich dir durch diese Strategien eine Hilfe sein kann, und das auch du deine ganz eigenen Inseln findest, die dir Sicherheit geben und dich auffangen.

Wenn es schwer wird, vergiss nie: Es ist für uns alle auch immer wieder schwer, egal wie hochglanz und locker alles von außen aussieht, du bist nicht alleine!

Amigo, let’s do this!

1. Uhrzeit/Weckton

In einem perfekten Szenario schlafe ich [7:30] bis 8 Stunden. Diese Schlafzeit habe ich als meinen natürlichen Biorhythmus identifiziert, weil er mich auch ohne Wecker aufweckt. Als Unternehmer ist selbstverständlich immer irgendwas los, was eine 100% saubere Routine nur sehr schwer möglich macht, und so brauche ich einen Wecker, wenn ich weiß das ich weniger als 8 Stunden Schlaf haben werde oder wenn ich durch den Tagesplan einfach sicher gehen muss, dass ich wach werde.

Mein Weckton ist hierbei extrem wichtig. Das ist der erste Ton des Tages, den ich bewusst wahrnehme, also ist es sinnvoll diesen sorgfältig auszuwählen. Die Variablen:

  • Tonalität
  • Lautstärke
  • Emotion
  • Taktzahl

Meinen aktuellen Weckton findest du hier.

Direkt nach dem Aufstehen mache ich sofort mein Bett. Den Tag mit einem Sieg über Trägheit und Unordnung zu starten, schafft die Basis für viele weitere Siege und macht nebenbei noch Ordnung. Ordnung im Leben bedeutet Ordnung im Kopf.

2. Wasser (innen/außen)

Nach 8 Stunden Schlaf ist der Körper dehydriert. Die Gedanken sind nicht klar und das schläfrig sein ist meistens eine falsche Diagnose für einfaches durstig sein. Ein Glas (0,3-0,4l) stilles Wasser füllt die Zellen und weckt den Körper von innen nach außen.

Von außen nach innen wecke ich meinen Körper in der Dusche. Ich dusche immer von Anfang bis Ende eiskalt. Warum? Check meine 3 Top Gründe hier. Ein weiterer Sieg über Gemütlichkeit und für mich ein extrem wichtiger Teil meiner Morgenroutine. Der harte physische Bruch des Status Quo markiert durch die hohe Temperaturdifferenz den klaren Startschuss für neue Gedanken und klares Handeln.

Positiver Nebeneffekt ist die verringerte Duschzeit, die der Kälte geschuldet ist. Die Dusche wird jetzt zum effektiven Tool und nicht zum lauwarmen Zeitverschwender.

3. Meditation

Ich meditiere nach dem duschen und anziehen für 15 Minuten. Meistens geführt mit der Headspace App (nur Englisch. Deutsche Alternative wäre 7Mind) mit Kopfhörer und im sitzen am Schreibtisch. Regelmäßige Meditation ist für mich einer der entscheidendsten Gamechanger der letzten 10 Jahre gewesen und ich kann meinen Tag kaum noch ohne diese Routine beginnen.

Folgende Fähigkeit haben sich bei mir durch Meditation exponentiell entwickelt:

  • Beobachtung meiner eigenen Gedanken
  • Die Fähigkeit den Flow des Tages anzuhalten
  • Bewusst den Augenblick zu begreifen

Meditation gibt mir echte Erfüllung und Gelassenheit und ist wichtiger Bestandteil meines persönlichen Glücks und meiner höchsten Produktivität geworden. Meditation ist das Gym für den Kopf und schenkt mir vor allem auch nicht nur die Kraft meine Gedanken über mich, sondern auch meine Gedanken über andere Menschen und schwere Situationen zu erkennen und zu beherrschen. In jedem Fall eine große Empfehlung!

4. Journaling

Gedanken in Schrift zu manifestieren ist im Rahmen der großen Denker im Feld der Persönlichkeitsentwicklung und positiven Psychologie kein neuer Gedanke, aber ich habe über die letzten Jahre eine Struktur entwickelt, die ich gerne teile.

In jedem Fall ist zu sagen, dass die ganz persönliche Art des Journalings jedem selbst überlassen und absolut individuell ist. Es gibt hier kein richtig oder falsch!

Ich schreibe jeden Morgen und jeden Abend folgende Punkte in ein kariertes Moleskine Notizbuch.

  • Morgens schreibe ich 3 Dinge auf, für die ich dankbar bin, aber ganz wichtig: Jeden Morgen 3 neue Dinge. So konditioniere ich meine Denkwege immer wieder darauf, neue Dinge zu erkennen die positiv sind in meinem Leben. Wo andere Probleme sehen, habe ich durch die selektive Wahrnehmung nur den Blick für die guten Dinge.
  • Abends schreibe ich auf worauf ich stolz bin, wem ich heute helfen konnte und was ich hätte besser machen können. So kann ich viel besser verstehen wie der Tag für mich gelaufen ist (persönlich und professionell) und was noch verbessert werden kann.
  • Eine stetige Aufwärtsspirale ist mein Ziel. Das funktioniert nicht immer, aber zumindest bin ich mir in diesen Fällen dessen bewusst und kann verstehen was ich ändern muss.

Wie es genau in meinem persönlichen Journal aussieht, siehst Du hier.

4. Spiegel

Ich habe einen großen Spiegel vor den ich mich morgens setze um mir selbst in die Augen zu schauen!

Ein ehrlicher Blick in die eigenen Augen birgt unzählige Erkenntnisse. Ich sage mir selbst hier meine Leitsätze und habe immer zum Ziel mir selbst wirklich zu glauben. Die eigene Authentizität ist in dem Moment unumstößlich, in dem ich mir selbst in die Augen schauen kann und mir das glaube, was ich sage.

5. Frühstück

Mein Frühstück ist immer gleich und hat neben den Nährwerten auch das Ziel, wenig Geschirr zu verschmutzen während die Zubereitungszeit minimiert wird!

Drinks: 

  • Proteinshake (meistens Schokoladengeschmack, den ich direkt im Shaker zubereite)
  • 1 Glas frisch gepressten Orangensaft. Meine Orangenpresse ist extrem schnell, ergiebig und effizient. Außerdem schnell in 3 Teile zerlegbar und einfach mit Wasser abzuspülen.

Food: 

  • 1 Flapjack Riegel von Hafervoll (ich habe hier keine Aktien drin, aber der Gründer ist ein Buddy von mir)
  • Frisches Obst (Apfel/Ananas/Kiwi)

Supplements: 

  • Neben dem Protein ist mein einziges anderes Supplement: Jeden Morgen/Abend 600mg Methylsulfonylmethan (Heads-Up: Ich bin kein Arzt und will nichts empfehlen, aber wenn es dich interessiert, check einfach hier.)

6. Gym

6 aus 7 Tagen der Woche gehe ich morgens ins Gym um durch die Neurotransmitter Dopamin und Serotonin die durchs Training ausgeschüttet werden, sofort erfüllt und produktiv in den Tag zu starten – der Körperbau ist ein super Nebeneffekt.

Auf dem Weg zum Gym: Ich nutze die Fahrtzeit (ca 15 Minuten/Weg) um Vorträge vorzubereiten. Diese Routine führt dazu das ich die Zeit im Auto optimal nutze und so mindestens 180 Minuten pro Woche an meinen Vorträgen arbeiten kann, egal wie sehr ich mit anderen Projekten beschäftigt bin.

Drinks im Gym: Ich trinke Wasser aus einer SIGG Flasche (so muss ich nicht jeden Tag neues Wasser kaufen)

Musik im Gym: Ich höre während dem Training Podcasts (Musik/Learning)

Musik

Learning

Trainingsplan: Ich trainiere 2 aufeinander folgende 3er Splits plus Bauch.

Konkret für allFullSizeRendere Gym-Nerds und Pumper, das hier ist mein aktueller Trainingsplan.

Bauch trainiere ich nur durch Beinheben, nicht durch Crunches, um die Effizienz zu maximieren, die durch das hohe Gewicht der Beine im Gegensatz zum Oberkörper entsteht.

7. Aktiv/Reaktiv

Sobald ich nach dem Gym im Office bin, verlässt mein Handy zum ersten Mal des Tages den Flugmodus und ich shifte meine Handlungsprozesse von aktiv auf reaktiv.

Ich mache mir hierfür einen Stundenplan für den Tag, der mir genau zeigt was ich wann zu tun habe.

So wird meine limitierte Entscheidungskraft nicht durch die Frage: „Was mache ich als nächstes?“ aufgebraucht. Ich kann meinen Tag jetzt auf Autopilot durchziehen, und meine Aufmerksam dem Inhalt und nicht dem Ablauf widmen.

In der Hoffnung, dass ein paar dieser Gedanken dir dabei helfen werden deine Tage bestmöglich zu strukturieren und wirklich gute Ergebnisse zu erzielen, wünsche dir nur das Beste, viel Kraft und Geduld!

Vielen Dank für deine Zeit und dein Interesse!

All the best, happy mornings, see you soon!

Dein Fan, Matthew 🙂

PS: Wenn Du wissen willst, wie mein Tag nach der Morning Routine weitergeht, check hier ein Behind-the-Scenes Video – Enjoy!

 

 

 

 

 

18 thoughts on “7 Elemente meiner Morning Routine

  1. Daniel says:

    Wow, danke für deine offenen und ehrlichen Einblicke Matthew 🙂
    Hammer Routine. Da lässt sich noch einiges abgucken.

    Beste Grüße
    Daniel

    1. Matthew Mockridge says:

      Danke für dein Interesse Daniel!

  2. Jenny Höhne says:

    Wow, du hast damit einen Traum erfüllt.
    Vielen Dank für dein Vertrauen und tiefe Einblicke.
    Das wird mir deutlich weiterhelfen!
    Herzlichen Dank Jenny

    1. Matthew Mockridge says:

      Gerne Jenny!

  3. Roman says:

    Guten Morgen,
    Ganz getreu dem Thema des Aufsatzes “7 Elemente meiner Normung Routine”, saß ich als Teil meiner morgendlicher Routine mit einem frisch aufgebrühten Kaffee auf der Bettkante und scrollte für 5 Minuten über die neuesten Facebook Aktivitäten und bin dabei auf deinen Artikel gestoßen. Als morgenmensch sinf für mich ein paar interessante Dinge dabei. Es blieb nur eine Frage offen. Wenn du direkt nach dem Aufstehen duschen und eine Stunde danach ins gym gehst, duschst du danach direkt nochmal???
    Gruß Roman

    1. Matthew Mockridge says:

      Squeaky clean! Haha, nein, dusche meistens nur nach dem Gym! All the best Roman!

  4. Jakob says:

    RESPEKT für deine extrem ausgeklügelte Morgen-Routine! Ganz hohes Level! Da will ich und werde ich auch hinkommen.

    Ich gehe auch ins Gym, mache aber nur zwei Ganzkörper-Einheiten die Woche. Die setze ich aber Abends, weil die Einheiten so intensiv sind, dass danach energietechnisch nicht mehr viel geht.

    Großes Dankeschön für die ausführliche Beschreibung. Werde auf jeden Fall die Meditation in meine Morgen-Routine-Gewohnheit einbauen.
    Das vor dem Spiegel sitzen um sich selbst in die Augen zu sehen finde ich auch eine geile Idee.

    Gruß Jakob

    1. Matthew Mockridge says:

      Danke Jakob, viel Erfolg dabei Amigo!

  5. Jakob says:

    Ach ja, ich stehe eher auf die Wechseldusche! Meistens 3x so kalt wie möglich und 3x richtig heiß. Habe das Gefühl das regt noch mehr meinen Stoffwechsel/Durchblutung an.

    1. Matthew Mockridge says:

      Nice!

  6. Michel says:

    Super Routine. Was man da mehr sagen als “TOP”?!? 😉

    Ist auf jeden Fall eine tolle Inspiration.

    Und die Abs sind nicht schlecht! 😉

    1. Matthew Mockridge says:

      Thanks!

  7. Simone says:

    Knock knock, kleine Frage: Bei solch einer optimierten Morgenroutine, wo bleibt denn da der Pfeiler der Muße?! Struktur ist super, Routine auch, aber jeden Tag ein cereal bar zum Frühstück… 😉
    Kleines Zitat von Oscar Wilde (vielleicht für die nächste morgendliche Kontemplationseinheit) „Man sollte Anteil nehmen an der Freude, der Schönheit, der Farbigkeit des Lebens.“ Mir taugt der Satz sehr, vielleicht euch ja auch… Schönes Genießen!

    1. Matthew Mockridge says:

      Hey Simone, super Punkte und tolle Frage, danke! Die Routine ist der Best-Case, es klappt nicht immer und genau da liegt für mich die “Farbigkeit des Lebens”. Stay inspired, all the best, Matthew 🙂

  8. Melanie says:

    HI!! Vielen vielen Dank fuer die headspace-empfehlung……habe gleich losgelegt. Damit geht der Einstieg je echt superleicht und es gibt keinen Grund das Thema Meditation noch weiter aufzuschieben. Das wollte ich ewig schon mal tun. Vielen Dank! Ein Klasse-Tipp!

  9. Aru says:

    Hey vielen Dank für diesen Einblick,

    ich persönlich trainiere direkt nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen. War gewöhnungsbedürftig aber spart mir Zeit weil ich nach dem Frühstück nicht erst warten muss bis mein Magen mit dem Verdauen des Frühstücks fertig ist. Das ist nur einer von mehreren Vorteilen.

    Ich trinke außerdem morgens gleich ein Glas Wasser mit Himalayasalz und Limettensaft, was quasi dazu führt dass man tagsüber keine Müdigkeit erfährt. Näheres dazu auch hier: http://www.bernd-stoesslein.de/2015/02/04/warum-du-nachmittags-immer-mude-bist-und-was-du-dagegen-tun-kannst/

  10. sven says:

    Danke für’s sharen. Vielleicht eine Detailfrage, aber dennoch interessant für mich: wie bereitest Du Deine Vorträge vor? Du schreibst, dass dies auf dem Weg in’s Gym passiert, im Auto. Ich verbringe selber viel Zeit im Auto, daher ist es interessant für mich, wie Du dabei vorgehst.

  11. Hey,

    Danke für deine Offenheit!
    Ich werde versuchen einiges davon in meinem Tagesablauf zu integrieren.

    Das mit der der Nahrungsergänzung MSM ist sehr interessant.
    Allerdings halte ich nichts von der Seite http://www.zentrum-der-gesundheit.de, was mir auch hier, https://www.psiram.com/ge/index.php/Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrungsheilkunde,
    bestätigt wird.
    Kennst du vieleicht einen Seriöseren Artikel über MSM?

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